OP-Deckenversorgungseinheit mit Doppelgelenk: Wann ist diese Bauform sinnvoll?

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Im modernen Operationssaal müssen zahlreiche Geräte, Anschlüsse und Versorgungsleitungen so angeordnet sein, dass sie im richtigen Moment erreichbar sind, ohne den Bewegungsraum des OP-Teams unnötig einzuschränken. Eine Deckenversorgungseinheit kann dabei einen wichtigen Teil der technischen Infrastruktur übernehmen. Sie bringt die benötigten Anschlüsse und Geräteaufnahmen von oben in den Arbeitsbereich und schafft dadurch eine Alternative zu einer Versorgung, bei der Kabel, Leitungen und Geräte hauptsächlich am Boden oder an den Wänden organisiert werden.

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Eine besondere Bauform sind Deckenversorgungseinheiten mit Doppelgelenk. Sie bieten durch ihre zwei beweglichen Armsegmente einen größeren und flexibleren Bewegungsbereich als Systeme mit nur einem Gelenk. Das kann insbesondere dann interessant sein, wenn Geräte und Anschlüsse im Operationssaal nicht immer an derselben Position benötigt werden. Inspital bietet mit der FX40.20V und der FX40.20D zwei Deckenversorgungseinheiten mit Doppelgelenk an. Beide Modelle sind für den Einsatz in medizinischen Bereichen ausgelegt und werden vom deutschen Inspital-Standort in Neuss angeboten.

Was ist der Vorteil eines Doppelgelenks?

Der entscheidende Unterschied liegt in der Beweglichkeit. Bei einer Deckenversorgungseinheit mit Doppelgelenk lässt sich der Versorgungsarm über zwei Gelenkpunkte positionieren. Dadurch kann die Versorgungseinheit einen größeren Bereich im Raum erreichen und sich genauer an der jeweiligen Arbeitssituation ausrichten lassen. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn sich die Position von Geräten oder die Anforderungen an den Arbeitsplatz während verschiedener Eingriffe unterscheiden.

Die FX40.20V von Inspital ist beispielsweise als zweiarmiges medizinisches Deckenversorgungssystem ausgeführt. Die beiden Armsegmente haben eine Länge von 600 beziehungsweise 800 Millimetern. Inspital gibt eine Gesamtlänge von 1.400 Millimetern und eine maximale Länge bis 2.200 Millimetern an. Der Decken-Drehwinkel beträgt 340°, der Drehwinkel des Zwischenlagers 360° und der des Teleskoprohrs 330°. Dadurch lässt sich der Arm innerhalb der vorgesehenen Bewegungsbereiche flexibel ausrichten.

Diese Beweglichkeit ist insbesondere bei Arbeitsplätzen interessant, an denen nicht nur ein fest definierter Punkt versorgt werden soll. Statt die gesamte technische Ausstattung auf eine einzige Position auszurichten, kann der Arm entsprechend der jeweiligen Situation bewegt werden. Das kann die Organisation des OP-Arbeitsplatzes erleichtern und gleichzeitig dazu beitragen, die Bodenfläche von unnötigen Leitungen und Geräten freizuhalten.

Für welche Situationen eignet sich eine Doppelgelenk-Deckenversorgung?

Eine Deckenversorgungseinheit mit Doppelgelenk ist vor allem dann sinnvoll, wenn Reichweite und flexible Positionierung eine wichtige Rolle spielen. Im OP kann sich die optimale Position eines Monitors, einer Infusionspumpe oder anderer Geräte je nach Eingriff und Arbeitsablauf verändern. Ein beweglicher Doppelarm ermöglicht es, die Versorgung näher an den benötigten Arbeitsplatz zu bringen und anschließend wieder aus dem unmittelbaren Arbeitsbereich herauszubewegen.

Die FX40.20V ist laut Inspital für die Bereiche OP, Intensivstation und Neonatologie vorgesehen. Das Modell ist mit einem Doppelarm ausgestattet und hat eine angegebene Tragfähigkeit von 60 kg; mit elektrischer Bremse nennt Inspital eine Tragfähigkeit von 130 kg. Die Variante arbeitet mit einer Reibungsbremse und ist nicht motorisiert.

Damit eignet sich die Bauform nicht automatisch für jede Situation. Gerade bei der Planung sollte geprüft werden, welche Geräte tatsächlich aufgenommen werden sollen, welche Reichweite benötigt wird und wie viel Beweglichkeit im Raum sinnvoll ist. Ein Doppelgelenk ist dann interessant, wenn die zusätzliche Bewegungsfreiheit einen konkreten praktischen Nutzen bietet und nicht lediglich als technische Zusatzfunktion gewünscht wird.

FX40.20V oder FX40.20D – zwei Doppelgelenk-Modelle von Inspital

Inspital führt aktuell zwei Deckenversorgungseinheiten mit Doppelgelenk: die FX40.20V und die FX40.20D. Beide gehören zur Produktgruppe der Deckenversorgungssysteme und sind als zweiarmige Lösungen ausgeführt. Gleichzeitig handelt es sich um unterschiedliche Modelle, weshalb bei einer konkreten Planung die jeweiligen technischen Daten miteinander verglichen werden sollten.

Die FX40.20V wird von Inspital als wirtschaftliche Lösung für eine zuverlässige Medienversorgung bei mittlerer Belastung beschrieben. Das System ist nicht motorisiert und verfügt über eine mechanische Reibungsbremse. Die FX40.20D wird ebenfalls als nicht motorisierte Doppelgelenk-Lösung angeboten und ist auf eine flexible Positionierung von medizinischen Geräten ausgelegt. Inspital nennt für das Modell unter anderem Monitore und Infusionspumpen als mögliche Geräte, die über das System getragen werden können.

Für die Auswahl zwischen den Modellen sollten deshalb nicht allein die Bezeichnungen betrachtet werden. Relevant sind insbesondere die geplante Belastung, die gewünschte Reichweite, die vorhandenen Anschlüsse und die Frage, wie die Deckenversorgung in das gesamte OP-Konzept integriert werden soll.

Wann reicht ein einfaches Gelenk aus?

Nicht jeder Arbeitsplatz benötigt die zusätzliche Beweglichkeit eines Doppelgelenks. Inspital bietet deshalb auch Deckenversorgungseinheiten mit einfachem Gelenk an, beispielsweise die FX40.10V und FX40.10S. Bei einem solchen System kann eine geringere Beweglichkeit ausreichend sein, wenn die Versorgung in einem klar definierten Arbeitsbereich benötigt wird und keine größere Reichweite erforderlich ist.

Die Entscheidung zwischen einem einfachen und einem Doppelgelenk sollte deshalb aus dem tatsächlichen Raumkonzept heraus getroffen werden. Wenn ein Gerät immer an einer ähnlichen Position benötigt wird, kann ein einfacheres System die Anforderungen bereits erfüllen. Muss die Versorgung dagegen regelmäßig über einen größeren Bereich bewegt und präzise positioniert werden, kann ein Doppelgelenk seine Vorteile ausspielen.

Für Klinikplaner bedeutet das: Die Frage sollte nicht lauten, welche Deckenversorgungseinheit technisch am umfangreichsten ausgestattet ist, sondern welche Beweglichkeit für den vorgesehenen Arbeitsplatz tatsächlich erforderlich ist.

Deckenversorgung als Teil der gesamten OP-Planung

Eine Deckenversorgungseinheit sollte nicht unabhängig von der übrigen Ausstattung eines Operationssaals geplant werden. Ihre Position steht beispielsweise im Zusammenhang mit dem OP-Tisch, der OP-Leuchte und den weiteren Geräten, die im Raum eingesetzt werden. Auch die Bewegungswege des Personals und der Zugang zum Patienten müssen berücksichtigt werden.

Genau hier kann die Planung einer Doppelgelenk-Lösung interessant werden. Durch die beiden beweglichen Armsegmente lässt sich die Versorgungseinheit innerhalb ihres vorgesehenen Arbeitsbereichs positionieren. Geräte können näher an den Arbeitsplatz gebracht werden, wenn sie benötigt werden, und bei Bedarf wieder aus dem Weg bewegt werden. Die Deckenmontage schafft gleichzeitig Bodenfläche und reduziert die Notwendigkeit, Geräte und Versorgungsleitungen auf dem Boden zu organisieren.

Inspital beschreibt seine Deckenversorgungssysteme als modulare Lösungen, die je nach Einsatzbereich mit unterschiedlichen Komponenten ausgestattet werden können. Dazu gehören unter anderem Geräteaufnahmen, Infusionsstangen und Anschlüsse für die medizinische Versorgung. Welche Ausstattung konkret benötigt wird, sollte entsprechend der jeweiligen klinischen Anwendung geplant werden.

Warum der Standort in NRW für Kliniken interessant ist

Für Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen kann auch die regionale Nähe eines Medizintechnik-Anbieters ein praktischer Faktor sein. Die Inspital GmbH hat ihren deutschen Standort in Neuss, Nordrhein-Westfalen. Auf den Produktseiten der Deckenversorgungseinheiten wird Neuss auch als Standort für die Lieferkondition „ab Werk (EXW) Neuss“ angegeben.

Damit sitzt Inspital direkt in NRW und bietet von dort aus unter anderem Deckenversorgungseinheiten für Operationssäle und weitere klinische Bereiche an. Neben den Doppelgelenk-Modellen gehören auch motorisierte und einfach gelenkige Systeme zum Sortiment. Dadurch können unterschiedliche Anforderungen bei der Planung berücksichtigt werden, anstatt jedes Projekt auf eine einzige Bauform auszurichten.

Für Kliniken in Nordrhein-Westfalen, die einen OP neu planen, modernisieren oder technische Komponenten ersetzen möchten, kann ein regional ansässiger Ansprechpartner daher eine interessante Option sein. Entscheidend bleibt dabei die konkrete technische Eignung des jeweiligen Systems für den vorgesehenen Einsatz.

Doppelgelenk oder motorisiert?

Ein Doppelgelenk bedeutet nicht automatisch, dass die Deckenversorgungseinheit motorisiert ist. Die FX40.20V und FX40.20D von Inspital sind nicht motorisierte Doppelgelenk-Systeme. Wer zusätzlich eine motorisierte Verstellung benötigt, findet im Inspital-Sortiment beispielsweise die FX40.25M, die ausdrücklich als motorisierte Deckenversorgungseinheit mit Doppelgelenk angeboten wird.

Das ist ein wichtiger Unterschied bei der Planung. Eine mechanisch bewegliche Lösung kann für bestimmte Arbeitsplätze völlig ausreichend sein. In anderen Situationen kann eine motorisierte Verstellung sinnvoll sein. Welche Variante gewählt wird, sollte daher von den tatsächlichen Arbeitsabläufen, den Anforderungen an die Positionierung und der vorgesehenen Ausstattung abhängen.

Fazit: Wann lohnt sich eine Deckenversorgungseinheit mit Doppelgelenk?

Eine Doppelgelenk-Deckenversorgung ist vor allem dann interessant, wenn ein medizinischer Arbeitsplatz eine größere Reichweite und flexible Positionierung benötigt. Die zwei beweglichen Armsegmente ermöglichen es, Geräte und Anschlüsse innerhalb des vorgesehenen Bewegungsbereichs gezielter zu positionieren. Das kann insbesondere im OP sinnvoll sein, wenn unterschiedliche Arbeitspositionen und Geräteanordnungen berücksichtigt werden müssen.

Mit der FX40.20V und FX40.20D bietet Inspital zwei nicht motorisierte Doppelgelenk-Systeme an. Ergänzend steht mit der FX40.25M eine motorisierte Variante mit Doppelgelenk zur Verfügung. Daneben gehören auch Systeme mit einfachem Gelenk zum Sortiment.

Welche Lösung die richtige ist, hängt letztlich von der konkreten Planung ab. Reichweite, Tragfähigkeit, Bewegungsbereich, Ausstattung und die Anordnung der übrigen OP-Technik sollten gemeinsam betrachtet werden. Für Kliniken und medizinische Einrichtungen in NRW bietet Inspital mit seinem Standort in Neuss einen regionalen Ansprechpartner für Deckenversorgungssysteme und weitere Medizintechnik.

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