Deckenversorgungseinheiten im OP: Wie lassen sich Kabel und medizinische Anschlüsse sinnvoll organisieren?
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Genau an diesem Punkt kommen Deckenversorgungseinheiten ins Spiel. Sie verlagern einen Teil der technischen Infrastruktur von Boden und Wand in den Deckenbereich und führen die benötigten Anschlüsse dorthin, wo sie im klinischen Alltag gebraucht werden. Für Krankenhäuser ist eine solche Lösung deshalb weniger eine reine Frage der Ausstattung als vielmehr eine Frage der Arbeitsplatzgestaltung und OP-Planung.
Die Inspital GmbH mit Sitz in Neuss, Nordrhein-Westfalen, bietet verschiedene Deckenversorgungseinheiten für medizinische Bereiche an. Das Sortiment umfasst unter anderem Systeme mit einfachem Gelenk, Doppelgelenk-Systeme sowie motorisierte Ausführungen. Damit können unterschiedliche Anforderungen an Beweglichkeit, Reichweite und Ausstattung berücksichtigt werden.
Kabelmanagement beginnt bei der Raumplanung
Wer Kabel im OP sinnvoll organisieren möchte, sollte nicht erst nach der Installation überlegen, wo sie verlaufen sollen. Die Grundlage entsteht bereits bei der Planung des Raumes. Entscheidend ist zunächst, welche Geräte an welchem Arbeitsplatz benötigt werden und wo sich die entsprechenden Anschlüsse befinden sollen. Ein typischer OP-Arbeitsplatz lässt sich dabei nicht auf einen einzigen Punkt reduzieren. Geräte werden bewegt, Monitore müssen möglicherweise aus unterschiedlichen Positionen sichtbar sein und medizinische Arbeitsplätze können je nach Eingriff unterschiedlich aufgebaut werden. Eine starre Anordnung sämtlicher Anschlüsse kann deshalb schnell unpraktisch werden.
Eine Deckenversorgungseinheit bietet hier einen anderen Ansatz: Die Versorgung kommt von oben und kann innerhalb des vorgesehenen Bewegungsbereichs positioniert werden. Dadurch lassen sich Geräteanschlüsse näher an den jeweiligen Arbeitsplatz bringen, ohne sämtliche Leitungen über den Boden führen zu müssen. Für die technische Abteilung eines Krankenhauses ist dabei vor allem wichtig, die tatsächliche Nutzung zu analysieren. Welche Geräte sollen dauerhaft angeschlossen sein? Welche werden nur bei bestimmten Eingriffen benötigt? Welche Anschlüsse müssen unmittelbar am Arbeitsplatz verfügbar sein? Und welche Geräte sollen über die Deckenversorgung getragen werden? Aus diesen Fragen ergibt sich die erforderliche Ausstattung wesentlich zuverlässiger als aus einer pauschalen Auswahl eines Versorgungssystems.
Was eine Deckenversorgungseinheit tatsächlich leisten soll
Eine Deckenversorgungseinheit ist nicht einfach ein „Kabelhalter von oben“. Je nach Ausführung kann sie unterschiedliche Versorgungs- und Geräteaufgaben übernehmen. Inspital beschreibt seine Systeme als Lösungen für die Bereitstellung medizinischer Gase, elektrischer Anschlüsse, Datenanschlüsse und weiterer Komponenten am medizinischen Arbeitsplatz. Dabei unterscheiden sich die Modelle hinsichtlich ihrer Konstruktion und Beweglichkeit. Bei einem einfachen Gelenk ist der Bewegungsbereich anders als bei einem Doppelgelenk. Wer einen größeren Bereich erreichen möchte, kann deshalb von einer Konstruktion mit zwei beweglichen Armsegmenten profitieren.
Ein Beispiel aus dem Inspital-Sortiment ist die FX40.20V. Sie ist als Doppelgelenk-Deckenversorgungseinheit ausgeführt und verfügt über zwei Armsegmente. Inspital gibt für das Modell unter anderem einen Decken-Drehwinkel von 340°, einen Drehwinkel des Zwischenlagers von 360° und einen Drehwinkel des Teleskoprohrs von 330° an. Die Einheit ist nicht motorisiert und arbeitet mit einer Reibungsbremse. Diese technischen Angaben sind insbesondere für die Planung interessant, weil sie zeigen, dass „beweglich“ bei einer Deckenversorgung nicht nur bedeutet, dass der Arm nach links und rechts geschwenkt werden kann. Für den tatsächlichen Einsatz sind die einzelnen Dreh- und Bewegungsbereiche entscheidend.
Doppelgelenk oder einfacher Gelenkarm?
Für Krankenhäuser stellt sich bei der Planung häufig die Frage, wie viel Beweglichkeit tatsächlich benötigt wird. Ein Doppelgelenk ist nicht automatisch die bessere Lösung. Es ist dann sinnvoll, wenn der Versorgungsarm einen größeren oder flexibler erreichbaren Arbeitsbereich abdecken soll. Bei Inspital gibt es neben den Doppelgelenk-Systemen auch Deckenversorgungseinheiten mit einfachem Gelenk. Damit können unterschiedliche räumliche Situationen und Anforderungen berücksichtigt werden.
Ein Beispiel für ein Doppelgelenk-System ist die bereits genannte FX40.20V. Mit der FX40.20D bietet Inspital eine weitere Doppelgelenk-Ausführung an. Wenn dagegen eine motorisierte Verstellung gewünscht wird, führt Inspital mit der FX40.25M auch eine motorisierte Deckenversorgungseinheit mit Doppelgelenk.
Für die Klinikplanung bedeutet das: Nicht die Bezeichnung „Doppelgelenk“ sollte die Auswahl bestimmen, sondern der Arbeitsplatz. Erst wenn feststeht, welche Geräte versorgt werden müssen und welchen Bereich der Arm erreichen soll, lässt sich beurteilen, welche Konstruktion sinnvoll ist.
Weniger Kabel auf dem Boden – aber nicht weniger Planung
Ein wesentlicher Vorteil einer Deckenversorgung liegt darin, dass Strom-, Daten- und gegebenenfalls medizinische Gasanschlüsse von oben an den Arbeitsplatz geführt werden können. Dadurch lässt sich die Zahl der Leitungen reduzieren, die zwischen fest installierten Anschlüssen und mobilen Geräten über den Boden geführt werden müssen. Das bedeutet allerdings nicht, dass mit einer Deckenversorgung automatisch jedes Kabelproblem gelöst ist. Auch bei einer Deckenversorgung müssen die Anschlüsse sinnvoll angeordnet und die Geräte entsprechend der tatsächlichen Nutzung positioniert werden.
Für ein Krankenhausprojekt ist deshalb eine Bedarfsplanung der Anschlüsse besonders wichtig. Es sollte frühzeitig festgelegt werden, welche Medien benötigt werden und an welchen Positionen sie verfügbar sein müssen. Bei einer späteren Erweiterung kann eine ursprünglich zu knapp dimensionierte Versorgungseinheit möglicherweise nicht mehr alle Anforderungen abdecken. Die Planung sollte daher nicht nur den heutigen Gerätebestand berücksichtigen. Gleichzeitig sollte aber auch vermieden werden, unnötig viele Anschlüsse vorzusehen, die im Alltag gar nicht benötigt werden. Ziel ist eine Versorgung, die zum konkreten Arbeitsplatz passt.
Wenn Geräte am Deckenarm statt am Boden stehen
Neben der Versorgung selbst können Deckenversorgungseinheiten auch Geräte aufnehmen. Dadurch kann sich die Organisation des OP-Arbeitsplatzes verändern. Geräte, die über die entsprechende Einheit getragen werden können, müssen nicht zwingend auf einem separaten fahrbaren Wagen untergebracht werden. Welche Geräte tatsächlich an einer Deckenversorgung befestigt werden können, hängt von der jeweiligen Ausführung, der Tragfähigkeit und der vorgesehenen Ausstattung ab. Bei der Inspital FX40.20V nennt der Hersteller beispielsweise eine Tragfähigkeit von 60 kg und mit elektrischer Bremse 130 kg. Die konkreten Angaben des jeweiligen Modells müssen bei der Planung berücksichtigt werden. Gerade für Krankenhäuser ist diese Unterscheidung wichtig. Ein Versorgungssystem sollte nicht nur danach ausgewählt werden, wie viele Anschlüsse es besitzt. Ebenso entscheidend ist, welche Geräte daran befestigt werden sollen und welche Belastung daraus entsteht.
Welche Inspital-Systeme kommen für den OP infrage?
Inspital bietet mehrere Produktvarianten an, sodass nicht jeder OP mit derselben Deckenversorgung ausgestattet werden muss. Neben einfachen Gelenksystemen gehören Doppelgelenk-Modelle und motorisierte Lösungen zum Sortiment. Die FX40.20V ist ein nicht motorisiertes Doppelgelenk-System und für OP, Intensivstation und Neonatologie vorgesehen. Die FX40.20D gehört ebenfalls zu den Doppelgelenk-Deckenversorgungseinheiten. Mit der FX40.25M bietet Inspital darüber hinaus ein motorisiertes Doppelgelenk-System an.
Damit stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, abhängig davon, ob vor allem eine manuelle Positionierung oder eine motorisierte Verstellung gewünscht wird. Die konkrete Ausstattung sollte anhand des vorgesehenen Arbeitsplatzes, der erforderlichen Tragfähigkeit und der benötigten Anschlüsse geplant werden.
Warum der Standort Neuss für Kliniken in NRW relevant ist
Die Inspital GmbH hat ihren deutschen Standort in Neuss, Nordrhein-Westfalen. Für Krankenhäuser in NRW ist damit ein Anbieter von OP- und Medizintechnik direkt in der Region ansässig. Inspital beschränkt sich dabei nicht auf Deckenversorgungseinheiten. Zum Produktportfolio gehören unter anderem auch OP-Tische, Operationsleuchten, chirurgische Absauggeräte und Krankenhausmobiliar aus Edelstahl. Dadurch können bei einer OP-Neuplanung mehrere Bereiche der Ausstattung bei einem Anbieter betrachtet werden.
Das kann insbesondere bei Projekten interessant sein, bei denen nicht nur eine einzelne Deckenversorgung ersetzt, sondern ein kompletter OP modernisiert oder neu ausgestattet werden soll. Die Deckenversorgung kann dann gemeinsam mit OP-Tisch, OP-Leuchte und weiterer Technik in die Planung einbezogen werden.
Fazit: Gute Kabelorganisation beginnt nicht beim Kabel
Eine gut geplante Deckenversorgungseinheit kann dazu beitragen, die technische Versorgung im OP übersichtlicher zu organisieren und medizinische Anschlüsse näher an den jeweiligen Arbeitsplatz zu bringen. Der entscheidende Schritt liegt jedoch bereits vor der Installation: Die Klinik muss wissen, welche Geräte, Anschlüsse und Bewegungsbereiche tatsächlich benötigt werden. Inspital bietet dafür verschiedene Deckenversorgungssysteme an – von einfachen Gelenklösungen über Doppelgelenk-Modelle wie die FX40.20V und FX40.20D bis zur motorisierten FX40.25M. Welche Variante geeignet ist, hängt von der jeweiligen Raum- und Arbeitsplatzplanung ab.
Für Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen ist die Inspital GmbH in Neuss dabei ein regional ansässiger Ansprechpartner für Deckenversorgung und weitere OP-Ausstattung. Gerade bei Neubauten und Modernisierungen kann es sinnvoll sein, die Versorgungseinheit nicht isoliert zu betrachten, sondern gemeinsam mit OP-Tisch, OP-Leuchte und der übrigen technischen Infrastruktur zu planen. So wird aus einer Ansammlung einzelner Anschlüsse ein durchdachtes Versorgungskonzept für den tatsächlichen Klinikalltag.
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